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Internationaler Frauentag in der Eifel-Filmbühne Hillesheim

Weltweit und auch bei uns gibt es bei der Gleichstellung noch viel zu tun

„Die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen. Ob Familie, Wirtschaft oder Politik: Frauen sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Am Internationalen Frauentag feiern wir den mutigen Kampf der Frauenbewegung für gleiche Rechte der Frauen und die Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen. Und legen dort den Finger in die Wunde, wo in Sachen Gleichstellung noch nicht alles erreicht wurde“, so die SPD-Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt in ihrem Grußwort bei der Filmvorführung zum Internationalen Frauentag am 08. März in der Eifel-Filmbühne in Hillesheim. Ausdrücklich dankte sie Christine und Günter Runge für ihr alljährliches großes Engagement.

In diesem Jahr hatte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Vulkaneifel um Gudrun Nahrendorf die Organisation des alljährlichen Filmevents übernommen. Vor voll besetztem Haus wurde der Film „Die perfekte Kandidatin“ gezeigt, in dem eine Frau aus Saudi-Arabien lernt, für sich und dadurch auch für andere zu kämpfen. Ein gefühlvolles und berührendes Drama über eine Aktivistin, die sich gegen patriarchalische Strukturen auflehnt und eine Verneigung vor der Unbezwingbarkeit weiblicher Souveränität.

„International zeigt sich ein düsteres Bild bei den Rechten von Frauen. In vielen Ländern werden Freiheiten stark eingeschränkt, die Frauen unterdrückt. In den schlimmsten Fällen werden sie drangsaliert, überwacht, inhaftiert oder sogar getötet, wenn sie die Mächtigen ihres Landes kritisieren“, so Astrid Schmitt. „Sie sind in vielen Ländern vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, vor dem Gesetz nicht gleichgestellt.“ „Aber auch nach über 100 Jahren nach Einführung des Frauenwahlrechts gibt es bei uns noch viel zu tun. Ob in den Führungsetagen der Wirtschaft, in den Parlamenten, in der Wissenschaft, in den Kirchen, in der Kultur, in den Medien oder im Sport: An zentralen gesellschaftlichen Schaltstellen sind Frauen nicht ausreichend vertreten. Bei gleichem Lohn für gleiche Arbeit, bei der Rente oder bei Pflege und der Erziehung ist tatsächliche Gleichstellung noch in weiter Ferne. Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit. Wir müssen auch darüber diskutieren, wie wir das Ziel einer paritätischen Besetzung in den Parlamenten auf allen politischen Ebenen erreichen können.                                                                                                       

Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Gleichstellung und Frauenrechte hier bei uns, aber auch weltweit gemeinsam voranzubringen und uns dabei gegenseitig zu unterstützen und zu vernetzen“, appellierte Astrid Schmitt an die Frauen. „Wir brauchen aber auch mehr Männer, die an der Seite der Frauen für gesellschaftliche Gleichstellung eintreten.“